Apollos (Zusammenfassung)

Apollos war ein gelehrter, redegewandter und im Tanach bibelfester Jude aus Alexandria. Er kannte und predigte die christliche Botschaft in Ephesus. Er kannte ursprünglich allerdings nur die Taufe des Johannes, nicht aber die Taufe auf den Namen Jesu Christi, die über die Sündenvergebung hinaus auch den Empfang des Heiligen Geistes bedeutet. Aquila und Priszilla hörten ihn in der Synagoge, nahmen ihn bei sich auf und gaben ihm genauere Unterweisung (Apg 18,24-26).

Von Ephesus ging er mit einem Empfehlungsschreiben der Gemeinde nach Achaea und setzte in Korinth die Arbeit des Paulus erfolgreich fort (Apg 18,27-28 ).

Und als er dort ankam, war er eine große Hilfe für die, welche durch die Gnade gläubig geworden waren.

Paulus und Apollos

Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus.

1, Korinther 1,12

Diese Stelle lässt allerdings darauf schließen, dass seine Botschaft in einzelnen Punkten von der des Paulus abwich oder dass es jedenfalls andere Akzentuierungen gab, so dass sich Parteien in der Korinther Gemeinde bildeten. Jahre später erwähnt der Verfasser des Titusbriefes Apollos noch einmal in Tit 3,13 und legt Titus die Sorge für ihn und seinen Reisegefährten Zenas ans Herz.

Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos schicke eilends voraus und lass es ihnen an nichts fehlen!

Titus 3,13

Im 1. Brief des Paulus an die Korinther erwähnt Paulus, dass er Apollos ermahnt habe, die Gemeinde in Korinth zu besuchen. Dieser kam der Bitte aber zu diesem Zeitpunkt nicht nach.

Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihm viel zugeredet, mit den Brüdern zu euch zu kommen; doch er war durchaus nicht bereit, jetzt zu kommen. Er wird aber kommen, wenn er die rechte Gelegenheit findet.

1. Korinther 6,12

Das Verhältnis des Paulus zu Apollos hat dies aber nicht getrübt. Paulus konnte Apollos stehen lassen, trotz dessen Redegewandtheit, die möglicherweise ebenfalls Grund für die Parteienbildung war. Insoweit darf uns das Verhältnis von Paulus und Apollos durchaus Vorbild sein.

Kirchliche Tradition

Apollos war aus Alexandrien. Es wird vermutet, dass er beeinflusst war durch den großen Intellektuellen Philo von Alexandrien, der in einer sehr bildhaften, allegorischen Sprache predigte.
Nach der altkirchlichen Tradition soll Apollos der erste Bischof der christlichen Gemeinde von Durrës in Illyrien gewesen sein.

Apollos steht immer weider im Verdacht der Autor des Hebräerbriefes zu sein.

Apollos und der heilige Geist

Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist!
3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes.
4 Da sprach Paulus: Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den Christus Jesus.
5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.
6 Und als Paulus ihnen die Hände auf­legte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.

Apostelgeschichte 19,2-6

Das Grab des Abraham in Machpela

Das Grab des Abraham, des Isaak und Jakob befindet sich nach jüdischer Überlieferung in Hebron (Grab der Patriarchen).  

Altstadt von Hebron, Israel
By Ralf Roletschek – Own work, GFDL 1.2,

In der Apostelgeschichte wird das Grab des Abraham aber in Sichem verortet.

Später wurden ihre Leichname nach Sichem überführt und in dem Familiengrab beigesetzt, das Abraham von den Söhnen Hamors dort gekauft hatte.

Apostelgeschichte 7,16

Nach der alttestamentlichen Überlieferung (1. Mose 23,19) kaufte Abraham das Feld und die Höhle Machpela unweit seines Wohnortes Mamre nach dem Tod seiner Frau Sara als Familiengrabstätte für 400 Silberschekel. Verkäufer war ein Hethiter namens Efron. Machpela bedeutet Doppelt. Eine doppelte Höhle wurde unlängst gefunden.

Der jüdische Historiker Josephus Flavius erwähnte im 1. Jahrhundert Abrahams von Efron gekauftes Feld und die Grabstätten, aber nicht den Namen Machpela. Machpela ist seit ältesten Zeiten eine jüdische Pilgerstätte. 

Alexamenos-Graffito

Von Autor/-in unbekannt -Gemeinfrei

Der Alexamenos-Graffito ist eine 1857 entdeckte Ritz-Zeichnung im neuzeitlich so genannten Paedagogium, einem Anbau an der Domus Flavia auf dem Palatin in Rom. Er gilt als die früheste, allerdings heidnische und karikaturhafte Darstellung der Kreuzigung Christi.

Ziegel des Paedagogiums können in die Jahre 123 und 126 n. Chr. datiert werden, so dass der Graffito (und der Anbau selbst) nicht vor dieser Zeit entstanden sein kann. Die Inschrift lautet in Koine:

ΑΛΕ

ΞΑΜΕΝΟC

CΕΒΕΤΕ

ΘΕΟΝ

also Alexamenos betet (seinen) Gott an.