Jesus zog sich zurück

Bibelstellen:

Jesus zog sich mit seinen Jüngern an das Ufer des Sees Genezareth zurück. Aber die Menschen liefen ihm in Scharen aus ganz Galiläa nach. Sogar aus Judäa,

Markus 3,7

Bei Tagesanbruch verließ Jesus das Haus und zog sich an eine einsam gelegene Stelle zurück. Aber die Leute suchten ihn überall, und als sie ihn endlich gefunden hatten, wollten sie ihn festhalten. Er sollte bei ihnen bleiben.

Lukas 4,42

Jesus aber zog sich immer wieder in die Einsamkeit zurück, um zu beten.

Lukas 5,16

Jesus merkte, dass die Leute kurz davor standen, ihn festzuhalten und zu ihrem König auszurufen. Deshalb zog er sich wieder auf den Berg zurück, er ganz allein.

Johannes 6,15

Warum zieht sich Jesus zurück?

Jesus zog sich immer wieder zurück. Der Drang des Volkes ihn zu sehen, kann ihn daran nicht hindern. Aber auch seine Suche nach Einsamkeit hindert das Volk nicht, ihn immer wieder zu finden.

Vielleicht war die Suche Jesu nach Einsamkeit in den Zeiten, da er großen Erfolg hatte, auch ein Rückzug zu Gott der ihn vor Stolz bewahren sollte. Vielleicht stand Jesus auch in Gefahr zu denken, „super, 5000 Menschen kommen zu mir und wollen meine Predigten hören“. Zwar hatte Jesus der Versuchung des Erfolges bereits grundsätzlich widerstanden in der Wüste. Aber auch er blieb angefochten. Das ist die Versuchung des Stolzes und des Gefühls der Macht. Wer Menschen in seinen Bann zieht, der kennt diese Versuchung. Auch der Pastor, dessen Gemeinde wächst. Als Jesus sich zurückzog, da hat er sich wieder darauf besonnen, dass es um Gott geht und nicht um ihn. Und dass der Mensch fehlbar ist und dass der Erfolg bei Menschen trügerisch ist.